Andrea Chénier, Milano 2017
Oper in vier Akten Umberto Giordano

Musikalische Leitung: Riccardo Chailly
Inszenierung: Mario Martone
Bühne & Kostüme: Margherita Palli

Chénier: Yusif Eyvazov
Maddalena: Anna Netrebko
Gérard: Luca Salsi
Bersi: Annalisa Stroppa
Orchester und Chor des Theatro alla Scala

Mit noch nicht einmal dreissig Jahren hatte Umberto Giordano mit seiner veristischen Revolutionsoper "Andrea Chénier" bereits seinen grössten Erfolg. Weltberühmt wurde das Werk nach der ersten Aufführung an der Mailänder Scala 1896. Für eine Oper unumgänglich war die Erfindung einer Liebesgeschichte des Titelhelden. Im Stück liebt er die der Revolution vorerst entkommene adelige Madeleine de Coigny, die ihm nach seiner Verurteilung freiwillig auf die Guillotine folgt. Das todes-sehnsüchtige Schlussduett der Liebenden, sowie Madeleines Arie „La mamma morta“, sind die musikalischen Highlights der Oper, letztere Arie wurde durch ihre Verwendung einer Aufnahme mit Maria Callas im Film „Philadelphia“ sehr populär.
Für die Neuinszenierung zur Scala-Eröffnung 2017 hatte das Haus eine Starbesetzung aufgeboten. In den Hauptrollen feierten die Sopranistin Anna Netrebko und ihr Ehemann Yusif Eyvazov ihre Rollendebüts.

Für die reife Anna Netrebko liegt die Rolle der Madeleine ideal. Ist sie für das junge Mädchen des ersten Aktes vielleicht ein wenig zu reif; für die weiteren, dramatischen Ausbrüche in ihrer Partie ist ihr cremiger, voller Sopran geradezu perfekt disponiert. Die große Arie begeistert durch die Leuchtkraft und den Gestaltungswillen, den die Künstlerin einzusetzen weiß. Das ist große Oper, und im Schlussduett findet sich das (echte) Paar zu einer hoch emotional gestalteten, glaubwürdigen Höchstleistung. Dieser Abend markierte für Eyvazov den Beginn des Heraustretens aus dem Schatten seiner Ehefrau.
Der Gegenspieler Chéniers, der frühere, zum Sekretär der Revolution aufgestiegene Diener Gérard findet in Luca Salsi einen Interpreten mit starker Bühnenpräsenz.
Nach dieser sehr gelungenen Aufführung stellt man sich die Frage, warum diese Oper nördlich der Alpen so relativ selten gespielt wird, obwohl sie das Zeug zu einem Publikumsrenner hat.

Dieser Film wird als Klassik im Kino gezeigt:

  • Sonntag, 7. November 2021 um 10:30 im Rex 1

Alle Informationen zum Special

Alterseinstufung

Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Kein Einlass für Kinder unter 4 Jahren

Laufzeit

163 Minuten

Genre

div.

Herstellung

Italien

Tickets07.11.2021 10:30, Rex 1
Italienisch mit Untertitel: deutsch

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